| Mysteriöser
Giftfund in Las Vegas verunsichert Touristen
Ein
mysteriöser Fund des hochgefährlichen
Giftes Ricin in einem Hotelzimmer in der
amerikanischen Spielerstadt Las Vegas hat
am Freitag kurzzeitig Angst vor einem Terroranschlag
geschürt. Ein Opfer liegt nach Angaben
der Polizei mit schweren Vergiftungen und
in kritischem Zustand im Krankenhaus in
Las Vegas.
Sieben weitere Menschen, zumeist Hotelangestellte
und Polizisten, würden noch untersucht.
Die Polizei gab aber nach ersten Ermittlungen
Entwarnung: Es gebe bislang keine Hinweise
auf einen terroristischen Hintergrund.
Der
Fall sei völlig rätselhaft: «Wir
haben keinerlei Informationen darüber,
warum sich der Stoff in dem Hotelzimmer
befand», sagte die stellvertretende
Polizeichefin von Las Vegas, Kathy Suey.
Aus Furcht vor einer weiteren Kontaminierung
wurde die Gegend um das Hotel zeitweise
abgesperrt.
Das hochgiftige Pulver sei in in der Nacht
zum Freitag von einem Verwandten des Vergifteten
entdeckt worden, als dieser die Kleider
des Opfers aus dem Hotelzimmer holen wollte,
hiess es. Einzelheiten teilten die Behörden
zunächst nicht mit. Unklar war etwa,
welche Menge der Giftsubstanz entdeckt wurde.
Ricin wird aus Rizinussamen gewonnen. Bereits
ein Viertel Milligramm kann nach Angaben
von Toxikologen innerhalb von 36 bis 48
Stunden tödlich sein. Ricin fällt
unter die Konvention über biologische
Waffen.
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