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2011 sollen 46.000 neue Hotelzimmer in Las
Vegas enstehen
Die
„Stadt der Sünden“ lässt
sich nicht von der wachsenden wirtschaftlichen
Unsicherheit in den USA anstecken. In Las
Vegas entstehen ständig neue Hotels.
Sie zieht neue Einwohner an und setzt auf
die Vergnügungssucht der Reichen.
Las Vegas ist das globale Zentrum der Unterhaltung.
Jährlich kommen 39 Millionen in eine
Stadt, die weniger als eine Million Einwohner
zählt. Allein die Spielindustrie macht
hier einen Umsatz von umgerechnet 5,5 Milliarden
Euro.
Die Stadt in der Wüste von Nevada hat
keine Angst vor der Unsicherheit, die die
USA in der Folge der Immobilienkrise erfasst
hat. Hier wird weiter gebaut und weiter
investiert. Bis 2011 sollen 46.000 neue
Zimmer und Suiten entstehen; zusätzlich
zu den bestehenden 132.000. Dafür nehmen
die Investoren 40 Milliarden Dollar in die
Hand. „Die leichte Verfügbarkeit
der Mittel für die Spielindustrie ist
mit ein Grund, der den Aufschwung von Las
Vegas erklärt“, sagt Keith Schwer,
Direktor des Zentrums für Wirtschaft
und ökonomische Forschung an der Uni
Nevada.
Die
Investoren wetteifern mit immer größeren
und luxuriöseren Traum-Schlössern.
Es begann 1989 mit dem „Mirage“
des Unternehmers Steve Wynn. Für 630
Millionen Dollar errichtete er Restaurants,
Bäder, Theater, Spielhallen und ein
Hotel mit 3000 Betten. Es folgte das „Excalibur“
von Kirk Kerkorian für mehr als 800
Millionen Dollar, das mehr Unterhaltung
bot als alle Vergnügungsparks in den
USA, mit Ausnahme des Disneylands.
Steve Wynn doppelte kurz darauf mit der
„Schatzinsel“ nach, die Seeschlachten
in Originalgröße bietet. Es folgten
das „Monte Carlo“, „Mandalay
Bay“, „Paris“ mit seiner
Kopie des Eiffelturms und 1999 die Kopie
des Dogenpalastes in Venedig. 2006 betrugen
die Einnahmen aus dem Tourismus 39,4 Milliarden
Dollar. Die Betten waren zu 93 Prozent ausgelastet;
ähnlich wie in den Vorjahren. Las Vegas
lebt auch von der zunehmenden Unsicherheit
in den USA, die nicht alle Schichten gleichermaßen
betrifft. Der Anteil der Reichen nimmt zu.
So geht das Wachstum immer weiter. Monat
für Monat ziehen 5000 neue Einwohner
in die Stadt. 36.000 neue Wohnungen werden
geplant.
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